Begrenzung oxidativer Schäden

Keto-Körper verursachen oxidative Schäden. Zum Beispiel werden Zellmembranen durch Peroxidation von Fetten beschädigt. Proteine werden durch Oxidation von funktionellen Gruppen beschädigt, so dass sie in nur begrenztem Umfang funktionieren können. Beim Menschen ist oxidativer Schaden als Ursache der Komorbidität bei Diabetes bekannt.69

Oxidativer Schaden, verursacht durch:

  • Direkte pro-oxidative Wirkung von Aceton und Acetylessigsäure 70, 71. Der Organismus versucht, diese pro-oxidativen Effekte durch Umwandlung in β-Hydroxybuttersäure abzustoßen. Dies gelingt bei schwerem Glukosemangel aber nur in begrenztem Maße.
  • Indirekte prooxidative Wirkung durch Aktivierung von NADPH-Oxidasen, MAP-Kinasen und NF-kB 69. Gleichzeitig wirken Ketone proinflammatorisch.
  • Diese indirekten pro-oxidativen und proinflammatorischen Effekte werden durch hohe Konzentrationen an freien Fettsäuren verstärkt 72, 73.

Durch Ketonkörper verursachte Oxidationsschäden, insbesondere bei:

  • extremer Glukosemangel
  • hohe Konzentrationen an freien Fettsäuren
  • gleichzeitige Auftreten von Entzündungsprozessen (Mastitis, Metritis etc.)

So ist eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien (Vitamin E, β-Carotin und Selen) ein wichtiger Schritt bei der Ketose. 21

Acetylessigsäure

  • guter Energieträger
  • mäßig biokompatibel
  • oxidativer Schaden

Aceton

  • Entwickelt durch spontane Decarboxylierung von Acetylessigsäure
  • oxidativer Schaden

Beta-Hydroxybuttersäure (BHBA)

  • gute Biokompatibilität: keine Redoxschäden

* Siehe auch Referenzseite

Bayer Farm

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